SUMMERWINDS Konzert Sa. 09. Juli 20 Uhr in der Stiftskirche Leeden

Dianto Reed Quintet

María González Bullón Oboe
María Luisa Olmos Ros Klarinette
Erik Steven Rojas Bassklarinette
Ovidi Martí Garasa Saxophon
María Losada Burgo Fagott

Alborada

Jean-Philippe Rameau (1683–1764): La Triomphante°
Enrique Granados (1867–1916): Oriental, aus: Doce danzas españolas
Manuel de Falla (1876–1946): El amor brujo
Ton ter Doest (1964*): Circus Muziek (1990)°
Robert Schumann (1810–1856): Waldszenen, op. 82°
Traditional: Katalanisches Lied „El cant dels ocells”
Xoan Montes Capón (1840–1899): Negra sombra
Julio Medaglia (1938*): El Porsche Negro, aus: Belle-Époque in Sud-America
Paquito D’Rivera (1948*): Alborada & Vals Venezolano, aus: Aires Tropicales

 

Alborada – „Morgenständchen“ könnte über den Auftritten des temperamentvollen Dianto Reed Quintet stehn. Denn für die Spanier:innen, die in Amsterdam studieren und als Ensemble jüngst wichtige niederländische Preise gewannen, geht derzeit die Sonne auf. Dianto ist auf dem Sprung in eine internationale Karriere, sein Gastspiel bei Summerwinds ist sein Deutschland-Debut.

Dianto Reed ist ein cutting-edge Quintett: innovativ und top ausgebildet, mit starker Bühnenpräsenz, Energie und Individualität. So wie sein großes Vorbild Calefax, das die Gattung „Rohrblattquintett“ mit ihrem speziellen Sound vor rund 40 Jahren – in Amsterdam – erfunden hat und das Kritiker preisen als „ein klassisches Ensemble mit Pop-Mentalität“.

Dianto kommt aus dem Esperanto, der einzigen existierenden Plansprache, die ähnlich universal ist wie die Musik. Der Ensemblename weist auf die Nelke als die typisch mediterrane Blume, damit auf die südliche Herkunft der Gruppe und zugleich auf ihre allerhöchsten Ambitionen, ist doch die Nelke die Blume des Göttervaters Zeus. Dessen Freiheit und Souveränität nehmen die Diantos bei der Gestaltung ihrer Programme für sich in Anspruch. „Alborada“ ist ein Esperanto, das begeistert und überrascht: Die Rohrblättler:innen lösen die musikalischen Sätze zum Teil aus ihrem Ursprungszusammenhang heraus und mixen sie kontrast- und spannungsreich neu nach eigenem Gusto. Dazu kommt – sie spielen auswendig und im Stehen – eine Choreographie, die die Musik und ihre Kontraste noch stärker macht. So steigt in „Alborada“ der Tag mit all seinen Möglichkeiten auf, von den schwarzen Schatten der Melancholie bis zum Rasen eines schwarzen Porsches.

 

weitere Informationen: www.summerwinds.de