Kirchenwahl am 1. März 2020 in der Ev. Kirchengemeinde Tecklenburg

„geMEINde beWEGen“ lautet das Motto der Kirchenwahlen, die am 1. März 2020 in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und in ganz Nordrhein-Westfalen statt­finden. Das heißt, auch in der Ev. Kirchengemeinde Tecklenburg finden die Wahlen 2020 statt. Alle vier Jahre stehen die Presbyterien, die Leitungs­gremien der örtlichen Kirchengemeinden, zur Wahl.

Damit die stimmberechtigten Mitglieder einer Gemeinde tatsächlich wählen können, braucht es mehr Kandidatinnen und Kandidaten als Plätze: Alle volljährigen Gemeindemitglieder unter 75 Jahren können sich zur Wahl stellen. Das Motto zur Kirchenwahl soll Menschen ansprechen, die in ihrer Gemeinde etwas bewegen möchten. Zugleich verbindet sich mit der neuen Wort-Bild-Marke die Hoffnung, dass sich Gemeindeglieder fragen, ob es nicht auch ihr Weg sein könne, für das Presbyterium zu kandidieren.

Die Presbyterinnen und Presbyter leiten zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Gemeinde. Sie sind verantwortlich für die Gestaltung des Gemeinde­lebens und kümmern sich um Mitarbeitende wie Finanzen. Das Presbyterium vertritt die Gemeinde im rechtlichen Sinne, trägt also auch Verantwortung für den Haushalt und als Arbeitgeber. Es bestimmt den Kurs der evangelischen Kirche vor Ort, setzt Schwerpunkte und Akzente, trifft in bewegten Zeiten weitreichende Entscheidungen.

Vielerlei Gaben, Fähigkeiten und Kompetenzen sind gefragt – ob Pädagogik, Kreativität und Fantasie, Organisationsentwicklung, Bauwesen oder Finanzen.

Sie haben Fähigkeiten und Talente, die Sie in Ihrer Gemeinde einbringen möchten? Oder Sie kennen Menschen, auf deren Kenntnisse und Kompetenzen die Gemeinde nicht verzichten sollte? Dann reichen Sie doch Ihren Wahl­vorschlag bei uns ein. Er muss von mindestens fünf wahlberechtigten Gemeinde­mitgliedern per Unterschrift unterstützt werden. Die Frist zur Abgabe endet am 29. November 2019.

 

Download Vordruck Wahlvorschlag Ev. Kirchengemeinde Tecklenburg Kirchenwahl 2020

Welche Aufgaben gehören dazu?

Das Presbyterium leitet die Kirchengemeinde. Es trifft sich regelmäßig, um die Gemeindeentwicklung zu besprechen und zu gestalten. Es trifft Beschlüsse, bei denen es oft um Mit­arbeitende, die Finanzen der Gemeinde oder um Gebäude geht.

Daneben ist das Presbyterium für die Gottes­dienste verantwortlich. Es legt die Zahl der Gottes­dienste sowie deren Zeiten fest und organisiert das Sammeln der Kollekte.

Das Presbyterium wählt die Pfarrerinnen und Pfarrer und ist ver­antwortlich für die Kirchen­musik sowie die Kinder-, Jugend- und Konfirmanden­arbeit. Es ist mitverantwortlich für die Seel­sorge und hält den Kontakt zur Diakonie.

Wer mag, kann darüber hinaus in den Ausschüssen der Gemeinde oder des Kirchenkreises mitarbeiten.

Das alles klingt nach viel Arbeit.

Zum Glück verteilt sie sich auf viele Schultern. Deshalb sucht das amtierende Presbyterium derzeit nach geeigneten Personen.

Gewählte Presbyterinnen und Presbyter werden in einem besonderen Gottesdienst in ihr Amt eingeführt.

Wieviel Aufwand bedeutet das?

Die Sitzungen des Presbyteriums finden in der Regel einmal monatlich statt. Um sich vorzubereiten, müssen Sie Protokolle und Sitzungsunterlagen lesen. Wenn Sie in weiteren Gremien der Gemeinde oder des Kirchenkreises mitarbeiten möchten, müssen Sie entsprechend mehr Zeit investieren.

Das gilt auch, wenn Sie sich auf bestimmte Posten bewerben und gewählt werden, zum Beispiel als Bau- oder Finanzkirchmeister Ihrer Gemeinde. Es ist gute Praxis, dass Presbyterinnen und Presbyter regelmäßig den Gottesdienst besuchen und für Gemeindeglieder ein offenes Ohr haben.

In manchen Gemeinden ist es üblich, dass die Presbyterinnen und Presbyter im Gottesdienst Lesungen übernehmen und die Kollekte einsammeln und nach dem Gottesdienst zählen und weiterleiten.

Welche Unter­stützung gibt es?

Die Evangelische Kirche von Westfalen unterstützt Presbyterinnen und Presbyter auf vielfältige Weise. Zum Beispiel mit dem Handbuch „Gemeinde leiten“. Darin finden Sie Grundlagen sowie zahlreiche Praxistipps zu allen wichtigen Themen, die Ihnen als Presbyterin oder Presbyter begegnen werden.

Daneben gibt es auf der Ebene der Kirchenkreise Fortbildungen. Und alle vier Jahre findet der Tag der Presbyterinnen und Presbyter mit Vorträgen und Workshops und geistlicher Stärkung statt.