Der Chor der Klingenden Kirche überzeugte mit raumfüllenden Klängen und einer sauberen Intonation

Begeisterte Teilnehmer wünschen sich eine weitere Folge der Klingenden Kirche in 2023.

Voller Spannung liefen am Sonntag, 19.06.2022 die letzten Vorbereitungen für die erste Veranstaltung der „Klingenden Kirche“ in der Stiftskirche in Leeden. Über 60 Sänger:innen hatten sich angemeldet. Die große Frage war, wie viele tatsächlich kommen würden und die Klingende Kirche zum „Beben“ bringen würden. Ab 17:30 Uhr füllte sich die Kirche und ein stattlicher Chor der Klingenden Kirche fand sich zum gemeinsamen Singen ein.

Das Besondere der Veranstaltung lag darin, dass alle Teilnehmenden am Sonntag zum ersten Mal persönlich zusammengekommen sind. Alle Sänger:innen hatten sich auf das Experiment eingelassen, sich per Youtube-Videos auf das gemeinsame Chorerlebnis vorzubereiten und die Singstücke zuhause oder unterwegs über Computer, Tablets oder Smartphones einzuüben. Die Übe-Videos wurden durch Harald Budke erstellt, der auch die Idee zur Klingenden Kirche hatte und die Veranstaltung mit Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde und eines Helferteams organisiert und vorbereitet hat.

Schon das Einsingen stellte den ersten Höhepunkt dar. Der Chor der Klingenden Kirche erschaffte unter der Anleitung von Harald Budke raumfüllende Klänge, die erahnen ließen, dass es ein schöner Chorabend werden würde. Restzweifel räumte der Chor mit dem Ansingen des ersten Musikstückes „He is exalted“ (Hans-Joachim Eißler) aus. Oder wie Harald Budke es nun formulierte: „Ich bin nicht mehr aufgeregt.“

Das Chorprogramm des Abends umfasste des Weiteren mit Klassikern wie „Hym“ (John Lees) und dem „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (in einem klassischen und einem modernen Arrangement) sowie den Musikstücken „Deine Gnade reicht“ (Eißler), „Wo die Liebe bleibt“ (Jochen Rieger) und mit „There will be a time“ (Wolfgang Zerbin) eine vielgestaltige und bunte Chorliteraturmischung. Einen besonders emotionalen Schlusspunkt setzten Chor und Band mit dem „Song of hope“ (Avishai Cohen), zu dem es keinen der Teilnehmenden mehr auf den Plätzen hielt und die Stiftskirche zum „Beben“ gebracht wurde.

Begleitet wurde der Chor durch die Band StückWerk, die zahlreiche Veranstaltungen der Evangelischen Kirchengemeinde und zum Dreifaltigkeitssonntag auch erstmals der Katholischen Schwestergemeinde Sel. Niels Stensen, Lengerich mitgestaltet. Am Sonntag spielte die Band in der Besetzung Harald Budke – Piano; Joachim Fiebig – Gitarre; Hermann Gemke – Saxophon; Jan Stubben – E-Bass; Ole Watenpuhl – Cajon). Zum Stück „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (Felix Mendelssohn- Bartholdy) wurde der Chor durch Ulrich Vahrenholt an der Orgel unterstützt. Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff und Pfarrer Björn Thiel bereicherten den Chorabend mit Ihren Impulsen, mit denen Sie die Liedtexte aufgriffen und eindrucksvoll in aktuelle Lebens- und Glaubenszusammenhänge stellten.

Im Anschluss an den gemeinsamen Gesang haben viele der Teilnehmenden die Möglichkeit wahrgenommen, bei einem Getränk gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Die Rückmeldungen an die Organisatoren der Klingenden Kirchen, die auch über einen Feedbackbogen gegeben werden konnten, waren sehr positiv. Alle Teilnehmenden haben das gemeinsame Singen als wunderbares Erlebnis beschrieben und nahezu einstimmig den Wunsch geäußert, dass Programm in 2023 nochmals zu singen, dann gerne auch mit Publikumsbeteiligung. Denn dies war eine weitere Besonderheit der Klingenden Kirche. Sie fand in der Intimität der Chorgemeinschaft statt und Chor und Band waren zugleich Aufführende und Publikum.

Die Organisatoren freuen sich über diese sehr positive Resonanz und sind schon in erste Überlegungen für eine weitere Folge der Klingenden Kirche 2023 eingestiegen.

Hermann Gemke für die Klingende Kirche 2022